Mobilität und Nahversorgung: Wege, die funktionieren.
Mal ehrlich: Kein Mensch will seine Lebenszeit im Stau oder bei der Suche nach dem nächsten Supermarkt verschwenden. Mobilität ist eine Frage der Lebensqualität – sie entscheidet darüber, wie viel Zeit uns am Ende des Tages für die Familie, das Ehrenamt oder uns selbst bleibt. Ich will einen Kiez, in dem die Wege kurz sind und die Infrastruktur sich unserem Leben anpasst, nicht umgekehrt. Für mich bedeutet echte Freiheit, dass Wege kurz sowie barrierefrei sind und kein Mensch durch unnötige Hürden ausgebremst wird.
Schluss mit dem Stillstand im ÖPNV
Wenn Busse und Bahnen keine Vorfahrt haben, verlieren wir alle Zeit. Ich setze mich für ein System ein, das fließt – denn nur wenn der ÖPNV verlässlich ist, wird der Umstieg vom Auto für viele Menschen im Alltag wirklich attraktiv und praktikabel.
- Vorrang an der Ampel: In der Konrad-Wolf-Straße und im gesamten Bezirk brauchen wir intelligente Ampelschaltungen, die der Tram und dem Bus konsequent Vorrang geben.
- Taktung bei der Tram aufheben: Zu Stoßzeiten sollten wir bei der Straßenbahn die starre Taktung aufheben. Ziel muss ein so dichter Takt sein, dass kein Mensch mehr auf den Fahrplan schauen muss, sondern einfach einsteigt.
- S-Bahn-Verdichtung: Ein 20-Minuten-Takt aus dem Speckgürtel in die Stadt ist kein Angebot, das zum Umsteigen einlädt. Wir müssen die Kapazitäten auf den S-Bahn-Linien im Bezirk ausbauen und die Taktfrequenz erhöhen.
- Netz neu denken: Wir brauchen mehr Querverbindungen zwischen den Kiezen, statt Linien nur sternförmig zur Stadtmitte zu führen.
- Mutige Vision: Ich möchte eine Debatte über einen kostenfreien ÖPNV anstoßen. Mobilität ist ein Grundrecht und sollte nicht vom Geldbeutel abhängen.
Nahversorgung: Kurze Wege für alle
Echte Freiheit bedeutet, dass die Dinge des täglichen Bedarfs ohne Hürden erreichbar sind:
- Barrierefreiheit garantieren: Wege zum Bäcker oder zur Apotheke müssen für Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator kurz, sicher und unkompliziert sein.
- Lücken schließen: In Gebieten wie Malchow oder den neu entstehenden Wohnquartieren müssen wir die Nahversorgung sichern, damit kein Mensch für den täglichen Einkauf auf das Auto angewiesen ist.
- Sichere Schulwege aktiv umsetzen: Ich fordere die konsequente Anwendung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), ohne dass Eltern erst mühsam Anträge stellen müssen. Entlang hochfrequentierter Schulwege muss Tempo 30 die Regel sein, um unsere Kinder zu schützen. Das Land und der Bezirk müssen hier von sich aus aktiv werden und die Bündelungswirkung zwischen Wohngebieten und Schulen in der Verkehrsplanung priorisieren