Inklusion und Bildungschancen: Gerechtigkeit von Anfang an.
Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern bereits im Kindergarten. Durch meine Arbeit bei einem großen Träger weiß ich: Wir müssen das System vom Kind aus denken. Inklusion ist dabei kein Zusatzprojekt, sondern das Fundament einer Gesellschaft, in der kein Mensch zurückgelassen wird. Wir brauchen Strukturen, die echte Teilhabe ermöglichen, statt sie durch komplizierte Bürokratie zu erschweren.
Beste Bildung für unsere Kinder
Gute Pädagogik braucht Raum und Zeit. Damit alle Kinder von Anfang an die gleichen Chancen haben, kämpfe ich für:
- Kleinere Gruppen und Klassen: Wir müssen den Betreuungsschlüssel endlich an die wissenschaftlichen Empfehlungen anpassen. Nur in kleineren Gruppen haben Pädagog*innen und Lehrkräfte die Zeit, die jedem einzelnen Kind zusteht.
- Kita-Gutschein ohne Hürden: Schluss mit dem Antragsdschungel. Ich fordere den automatischen Versand von Gutscheinen vor dem ersten Geburtstag und umgehend bei einem Zuzug nach Berlin.
- Gesunde Ernährung für alle: Ein kostenfreies Mittagessen im Kindergarten und in der Schule muss zur Norm werden – zubereitet nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
- Vielfalt als Stärke: Wir müssen gezielt mehrsprachiges Personal fördern, um der Lebensrealität in unserer Stadt gerecht zu werden.
- Demokratie von klein auf: Wir müssen Kindern und Jugendlichen Demokratie nicht nur erklären, sondern sie erleben lassen. Ich möchte Mitbestimmungsprojekte in Kindergärten und Schulen stärken, damit Kinder früh lernen, wie Menschen eigene Ideen einbringen und gemeinsam Entscheidungen treffen.
Echte Inklusion: Betroffene zu Expert:innen machen
Inklusion bedeutet für mich, dass wir aufhören, über Menschen mit Behinderung zu sprechen, sondern anfangen, mit ihnen zu planen.
- Beiräte stärken: Ich setze mich dafür ein, dass Beiräte von Menschen mit Behinderung und pflegenden Angehörigen echte Mitbestimmungsrechte erhalten – kein wichtiger Beschluss im Bezirk ohne deren Zustimmung.
- Unterstützung bedarfsgerecht ausbauen: Der sogenannte „I-Status“ darf nicht starr gedeckelt sein. Eine halbe Stelle als Maximum reicht oft nicht aus. Wir müssen die Personalressourcen so flexibel gestalten, dass sie dem tatsächlichen Bedarf der Kinder und Familien gerecht werden.
Digitalisierung mit Verstand und Schutz
Als Datenschutzkoordinatorin weiß ich: Datenschutz schützt Menschen und schafft Vertrauen in Technik. Moderne Bildung braucht Sicherheit, damit Technik uns unterstützt, statt neue Probleme zu erzeugen.
- Sichere Infrastruktur: Wir benötigen belastbare IT-Systeme und sichere Endgeräte in jeder Schule und jedem Kindergarten. Digitales Lernen muss auf einer stabilen, staatlich finanzierten Infrastruktur fußen, bei der Datenschutz von Anfang an mitgedacht wird (Privacy by Design).
- Digitale Kompetenz: Datenschutz gehört direkt in die pädagogische Arbeit. Wir müssen Kindern bereits im Kindergarten einfache Grundlagen vermitteln und auch Lehrkräfte sowie Eltern fit machen für einen souveränen Umgang mit der digitalen Welt.
Fachkräfte halten: Wertschätzung durch Entlastung
Wir finden Fachkräfte nur dann, wenn die Arbeitsbedingungen in Lichtenberg und Berlin wirklich stimmen.
- Zeit für das Wesentliche: Wir müssen die pädagogische Arbeit mit den Kindern von unnötiger Bürokratie befreien. Die ehrlichste Form der Wertschätzung ist es, den Fachkräften die Zeit zurückzugeben, die sie für die Begleitung der Kinder brauchen.
- Arbeitsbedingungen verbessern: Kleinere Gruppen und Klassen sind der wichtigste Schutz vor Überlastung. Wer gute Bildung will, muss für gesunde Arbeitsplätze sorgen, die sich an wissenschaftlichen Empfehlungen orientieren.