Klima und soziale Gerechtigkeit

Klima und soziale Gerechtigkeit: Ein Kiez für alle, ein Klima für morgen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, jeden Euro zweimal umdrehen zu müssen. Deshalb ist für mich klar: Klimaschutz darf kein Luxusgut sein, das man sich leisten können muss. Er muss für alle funktionieren. Das ist in unserem Bezirk besonders wichtig, denn Lichtenberg gehört statistisch gesehen zu den heißesten Orten Berlins. Die zunehmenden Hitzeperioden sind für uns keine abstrakte Gefahr, sondern eine reale Belastung im Alltag. Wir müssen unseren Kiez so umbauen, dass er uns schützt, ohne dass die Mieten uns erdrücken.

Sicher wohnen: Klimaschutz ohne Verdrängung

Wenn wir über Klimaschutz im Wohnungsbau reden, meinen wir ganz praktische Dinge: neue Fenster, gedämmte Fassaden oder der Austausch alter Heizungen. Das spart Energie, darf aber nicht dazu führen, dass Menschen aus ihrem Kiez verdrängt werden.

  • Kostenlose Beratung: Ich setze mich dafür ein, dass Vermietende die Beratung durch Mietervereine für ihre Mieter:innen verpflichtend bezahlen müssen.
  • Städtische Unternehmen als Vorbild: Die HOWOGE und andere landeseigene Wohnungsunternehmen müssen auf die Modernisierungsumlage verzichten.
  • Bezirksämter stärken: Unsere Ämter brauchen mehr Personal, um Maßnahmen kritisch auf ihre Notwendigkeit hin zu prüfen.

Lebenswerte Kieze: Schatten statt Staubwüsten

In einem der heißesten Bezirke Berlins brauchen wir Orte, die kühlen und Regenwasser aufsaugen wie ein Schwamm.

  • Grüne Innenhöfe: Viele Rasenflächen sind im Sommer nur noch gelbe Staubwüsten. Hier brauchen wir mehr Bäume, die echten Schatten spenden.
  • Flächen für Energie nutzen: Parkplätze (wie bei Rewe in der Konrad-Wolf-Straße) oder Plätze an Einkaufszentren (wie am Lindencenter) bieten Potenzial für Solar-Dächer oder innovative Bodenbeläge, die Energie aus Laufwegen gewinnen. Wichtig: Niemand soll mit dem Einkaufswagen im Schlamm stecken bleiben, aber wir müssen Asphalt in intelligente Flächen verwandeln.
  • Prio für unsere Kinder: Schulhöfe und Kita-Gärten dürfen keine glühenden Betonplatten sein. Ich fordere mehr Sonnensegel, kühle Holzelemente statt Metall und große Bäume zum Klettern und Verstecken.
  • Eure Ideen zählen: Wo fehlt ein Baum oder eine Bank im Schatten? Ich möchte einen Wettbewerb und Bürger:innenbefragungen ins Leben rufen, damit ihr euer lokales Wissen direkt in die Stadtplanung einbringen könnt.

Zusammenhalt ist unser Fundament

Gute Politik braucht eine starke Gemeinschaft.

  • Verlässliche Förderung: Kieztreffs brauchen eine dauerhafte finanzielle Absicherung statt ständiger Bürokratie.

  • Ehrenamt stärken: Ich fordere bezirkliche Messen zur „Mitarbeiter:innenwerbung“ und bessere digitale Plattformen, um Vereine und Nachbar:innen unkompliziert zu vernetzen.